Was kostet ein Webshop? Preise & Faktoren (2025)
2. Juni 2026 · 3 Min. Lesezeit
Ein Webshop kann 500 € kosten — oder 50.000 €. Beides stimmt, und beides ist nutzlos ohne Kontext. Dieser Artikel erklärt, wovon die Kosten wirklich abhängen, welche Preisrahmen realistisch sind und warum das günstigste Angebot oft das teuerste wird.
Was kostet ein Webshop? Kurzübersicht
| Lösung | Einmalkosten | Monatlich | |---|---|---| | Baukastensystem (Wix, Jimdo) | 0 € | 20–50 € | | WooCommerce (Agentur) | 1.500–3.500 € | 10–30 € | | Shopware 6 (Agentur) | 3.000–8.000 € | 30–80 € | | Custom-Entwicklung | 15.000–50.000 € | variabel |
Der größte Kostenfaktor: nicht die Technik
Die Plattform macht vielleicht 20% der Kosten aus. Der Rest ist Konzept, Design und Content:
- Wie viele Produktkategorien gibt es?
- Braucht der Shop Konfiguratoren oder Varianten?
- Wer schreibt die Produkttexte?
- Gibt es ein Branding, oder muss das erst entwickelt werden?
Ein Shop mit 10 einfachen Produkten ist in 2 Wochen fertig. Ein B2B-Konfigurator mit 5.000 Varianten und ERP-Anbindung ist ein 3-Monats-Projekt.
WooCommerce: günstig starten, selbst pflegbar
WooCommerce ist das Open-Source-Plugin das WordPress in einen Shop verwandelt. Vorteile:
- Niedrige laufende Kosten: Hosting ab 10 €/Monat
- Riesiges Plugin-Ökosystem: Für fast jede Anforderung gibt es eine Lösung
- Selbst pflegbar: Das WordPress-Backend ist intuitiv
Typischer Preisrahmen für eine Agentur: 1.500–3.500 € für einen fertigen Shop mit Zahlungsanbindung, Versandkonfiguration und DSGVO-Setup.
Grenze: Ab ca. 500 Produkten oder komplexen B2B-Anforderungen stößt WooCommerce an seine Grenzen.
Shopware 6: die Mittelstandsplattform
Shopware 6 ist die führende E-Commerce-Plattform im DACH-Raum. Entwickelt in Deutschland, DSGVO-konform von Haus aus, mit einem API-First-Ansatz der skaliert.
Typischer Preisrahmen: 3.000–8.000 € — höher als WooCommerce, weil Setup und Konfiguration komplexer sind.
Wann lohnt sich Shopware?
- Mehr als 50 Produkte mit Varianten
- Mehrsprachigkeit oder Mehrwährung
- Schnittstellen zu ERP, PIM oder Warenwirtschaft
- Langfristige Skalierungspläne
Was Billigangebote verschweigen
Ein Webshop für 500 € klingt gut. Was dabei meistens fehlt:
- DSGVO-konformes Setup (Cookie-Banner, Datenschutz, AGB)
- Zahlungsanbieter richtig konfiguriert (nicht nur installiert)
- Steuerliche Korrektheit (Netto/Brutto, verschiedene Steuersätze)
- Produktdaten eingepflegt (das kostet Zeit, egal wer es macht)
- Mobile-Optimierung (über 60% der Käufe passieren auf dem Handy)
Ein Shop der nicht DSGVO-konform ist kann mit Abmahnungen enden. Einer der auf dem Handy schlecht aussieht verliert die Hälfte seiner potenziellen Kunden.
Laufende Kosten nicht vergessen
Ein Webshop ist kein einmaliges Projekt. Laufende Kosten:
- Hosting: 10–80 €/Monat je nach Plattform und Traffic
- Updates und Wartung: 50–200 €/Monat oder einmal im Quartal
- Zahlungsanbieter: 0,25–1,5% pro Transaktion (je nach Anbieter)
- Content-Pflege: Zeit für neue Produkte, Texte, Saisonaktionen
Fazit: Was ist das richtige Budget?
Für einen soliden WooCommerce-Shop mit allem was nötig ist: mindestens 2.000 € einmalig plus ca. 30 €/Monat laufend.
Für Shopware mit professionellem Setup: mindestens 4.000 € einmalig.
Wer weniger ausgibt bekommt entweder weniger — oder zahlt die Differenz später für Nacharbeiten.
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